Zurück Zurück Übersicht Übersicht Vor Vor Erzengel  Ein Kerzlein steht im Wind, doch die Flamme sieht man nicht. Trotzdem bin ich fühlend der Hitze, im Dunkeln ohne Licht.  Den Finger lege ich auf den Docht, um zu finden mein Leben. Der Schmerz er bleibt aus, der Taubheit bin ich erlegen.  Brennend ist nur das Verlangen, nach dem Erwachen und dem Licht. Geleitet werde ich von unten, ohne Glanz, einfach und schlicht.  Ein Engel stieg zu mir nach oben, mit Narben auf den Flügeln. Schwarz sind seine Augen, ohne Seele, ersetzt von dichtem Nebel.  Ausgestreckt hat er seine Hand, wollt sie reichen mir. Im Griff des Flügelwesens, ist erklingend ein Klavier.  Es spielt ein Lied in meinem Gehör, der Tod ist der Pianist. In Begleitung tönt ein Harfenspiel, welches meinen Geist erlischt.  Erloschen ist nun meine Kerze, denn ohne Feuer brannte sie. Im Dunkeln wurde ich geboren, lebend war ich ohne Euphorie.  12.06.2011