Zurück Zurück Übersicht Übersicht Vor Vor Freiwild (Teil eins)  Wartend steh ich an einer Stelle, Frei von Gedanken die mir sind. Beug ich mich an deine Kehle, der Schnitt für ein jedes Kind.  Dein weißes Fleisch ist mir so hold, der Duft so süß wie eine Birne. Gab ich dir meiner Lenden Gold, dann wechselte ich zur nächsten Dirne.  Schenken will ich euch meine Gabe, werdet von Messers Schneide nur geküsst. Nicht jede bekommt von mir die Gnade, weshalb ihr alle verleben müsst.  Die Klinge teilt meine Lust, wie Risse das Papier. Sanftheit ist mir ein Verdruss, getrieben bin ich von einer Gier.  Geflohen war mir eine, konnte sie nicht halten dicht bei mir. Hätte ihr trennen sollen die Beine, kriechend wäre sie dann noch hier.  Fort ist sie nun das scheue Reh, verschwunden in der tiefen Nacht. Grenzend ist ein großer See, der zwischen ihr zum Leben klafft.  09.04.2011