Zurück Zurück Übersicht Übersicht Vor Vor Mein Püppchen  Meine liebste, deine Augen sind so wunderbar, kämmend bürste ich dein Haar. Dein Gesicht wie aus Porzellan, so fein, dein Seelenleib könnt nicht reiner sein.  Haltend, drücke ich dich an meine Brust, fest umklammernd, da du mich auch lieben musst! Im Sein dieses Tages verlor ich sie, vergessen war diese liebe als lebte sie nie.   Schreiend ist es nun das Püppchen, am Morgen und in der Nacht, der Klang wechselte von einer Klage zu, als wenn sie nur noch lacht. Mit Qualen im Kopf erging es mir schwer, als ich sie trug zu einem Bächlein her.   Mit sanften Worten wollt ich sie baden und gab ihr einen Kuss,  „du sollst nichts befürchten, es ist danach nicht Schluss“  Die Schreie verstummen schnell im klaren Nass,  das Kleidchen ist getränkt mit ihrem Blut und Hass. Verschwommen ist ihr Antlitz nun erkennen will ich nicht, leblos kommt sie nach oben, starr und ohne Lebenslicht. Dich halten ist für mich nun ohne Sinn, so gebe ich dich dem Wasser hin.  Dieses Püppchen ist nun frei so wie ich es gerne wäre, ohne Sorgen, ohne Leid, frei in einer anderen Sphäre. Ersetzt und gegangen wurde sie von mir, denn einen Nutzen hatte sie keinen mehr.  09.05.2011