Zurück Zurück Übersicht Übersicht Vor Vor Schutzengel  Ein Kerzlein steht im Wind, doch die Flamme sieht man nicht. Trotzdem bin ich fühlend der Hitze, im Dunkel ohne Licht.  Den Finger lege ich auf den Docht, um zu finden mein Leben. Der Schmerz er bleibt aus, der Taubheit bin ich erlegen.  Brennend ist nur das Verlangen, nach dem Erwachen und dem Licht. Das Feuer ist verloren, nichts mehr da was die Kälte bricht.  Ein Engel stieg zu mir herab, mit Narben auf den Flügeln. Schwarz sind seine Augen, ohne Seele, ersetzt von dichtem Nebel.  Ausgestreckt hat er seine Hand, wollt sie reichen mir. Im Griff des Flügelwesens, erwacht in ihm die Gier.  Kriechend ist der Dunst, übers Gesicht und meiner Stirn. Schleicht sich in meine Nase, ist suchend einen Weg zum Gehirn.  Eingehüllt im Schleier, lässt er mich dann fallen. Ausgelöst ist ein Gewittersturm, mit Funkenflug und Donner hallen.  Endzündet wurde der Brennfaden, ein Feuer hat er mir gegeben. Entfacht wurde mein innerstes, ohne Trübheit kann ich weiter leben.  12.06.2011